
Das Leben ist plastisch und realistisch. Auch das des Hauptcharakters im Film “Hunt3D” (sprich: Hunted). Er ist ein begeisterter Videospieler, so sehr, dass ihn die eigene Fantasie verfolgt?
Nach langem Ankündigen ist es heute endlich soweit: Der 3D-Film “Hunt3D” ist auch offiziell online zu finden. Wie bereits zu lesen war, haben wir damit auch am Camgaroo-Award 2010 teilgnommen. Für mich völlig unerwartet, erzielte er dann auch noch den dritten Platz in der Kategorie Stereo3D. Doch damit nicht genug. Auch als Praxisteil meiner Bachelorarbeit – und in der theoretischen Abhandlung – hat er zu einem äußerst erfolgreichen Abschluss geführt.
Die hier eingebundene Version basiert auf Anaglyphen und kann mit Brillen, deren Gläser in der Kombination rot-cyan eingefärbt sind, betrachtet werden. Mehr Freiheiten bietet der Youtube-3D-Player, der sich allerdings nicht xHTML-Kompatibel auf dieser Seite einbinden ließ. Er bietet auch eine alternative 2D-Wiedergabe an.
Aufgrund des engen zeitlichen Rahmens ist die Geschichte natürlich vorhersebar und nicht sehr tiefgründig. Dafür wurde – bis auf einige kleine Details – technisch das rausgeholt, was unter den gegebenen Umständen möglich war. Optmiert ist die Darstellung für das Polarisationsverfahren, wie man es aus den Kinos kennt. Deshalb kann es beim Betrachten der Anaglyphen zu Geisterbildern oder Artefakten kommen. Weiterhin ist die Produktion von 3D-Aufnahmen stark an die Größe der Darstellung gekoppelt. Zielmaß war eine etwa 3×2 Meter große Leinwand. Auf dem Computerbildschirm oder Fernseher sehen darum die Aufnahmen entsprechend etwas flacher aus, als eigentlich angedacht. Trotzdem denke ich, dass die Bilder auch auf einem herkömmlichen Bildschirm einen guten und angenehmen Raumeindruck vermitteln.
Hinter dem Projekt stecken etwa 3 Monate Arbeit und sehr viel neues Terrain im Bereich der Videoproduktion, das auch kommerziell noch nicht gänzlich erschlossen ist. Deshlab bin ich umso zufriedener mit dem erzielten Ergebnis.

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